Wie sich der Baukostenindex seit 2016 entwickelt hat

Von Preisspiegel.eu-Redaktion · veröffentlicht 2026-08-30 · aktualisiert 2026-08-30

Der Baukostenindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau (Gesamtbaukosten) ist zwischen 2016 und 2026 um 46,5 % gestiegen. Da der Index alle fünf Jahre auf ein neues Basisjahr umgestellt wird (zuletzt 2015=100 → 2020=100 → 2025=100), sind diese Werte hier auf eine gemeinsame Basis — 2025=100 — verkettet, mit den offiziell von Statistik Austria veröffentlichten Verkettungsfaktoren.

Die Entwicklung Jahr für Jahr

Jahr Index (2025=100, verkettet)
2016 70,8
2017 73,2
2018 75,3
2019 76,2
2020 76,8
2021 84,8
2022 93,4
2023 94,4
2024 97,8
2025 100,0
2026 (Jänner–Juli, Durchschnitt) 103,7

Von 2016 bis 2020 stieg der Index moderat, von 70,8 auf 76,8 (+8,5 % in vier Jahren). Danach beschleunigte sich der Anstieg deutlich: allein zwischen 2020 und 2021 stieg der Index von 76,8 auf 84,8 — ein Plus von 10,4 % in einem einzigen Jahr, der größte Jahressprung in der gesamten Reihe. Wir nennen hier bewusst keinen einzelnen Grund für diesen Sprung, da wir dafür keine belastbare, zitierfähige Quelle heranziehen — die Zahl und ihr Zeitpunkt sprechen für sich.

Nach 2021 setzte sich der Anstieg fort, wenn auch mit abnehmendem Tempo: von 84,8 (2021) auf 100,0 (2025) und weiter auf 103,7 im bisherigen Jahresdurchschnitt 2026.

Warum die Verkettung notwendig ist

Ohne die offiziellen Verkettungsfaktoren wäre ein direkter Vergleich zwischen 2016 und 2026 nicht zulässig, weil beide Werte auf unterschiedlichen Basisjahren (2015=100 bzw. 2025=100) beruhen — die Warenkörbe und Gewichtungen wurden bei jeder Umbasierung überarbeitet. Wie diese Verkettung technisch funktioniert und warum sie für Wertsicherungsklauseln in Bauverträgen wichtig ist, erklärt der Baukostenindex-Rechner — dort lässt sich die Wertsicherung für einen beliebigen Zeitraum und eine beliebige Bausparte (Wohnhaus- und Siedlungsbau, Straßenbau, Brückenbau, Siedlungswasserbau) direkt berechnen.

Datenquelle: Statistik Austria – data.statistik.gv.at (CC BY 4.0), Baukostenindex, eigene Verkettung über die amtlich publizierten Verkettungsfaktoren.

Quellen